Ethik/Philosophie

Als das Fach Ethik im Jahr 2006 in Berlin als „ordentliches Unterrichtsfach“ in den Jahrgangsstufen 7-10 eingeführt wurde, war dies von heftigen Diskussionen begleitet. Sollte nicht lieber ein Wahlpflichtbereich Ethik ODER Religion(en) eingeführt werden, wie in den meisten anderen Bundesländern? 2008/2009 kam es sogar zu einem Volksbegehren „Pro Reli“, das genau dieses Anliegen zum Ziel hatte. Doch eine klare Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner stimmten für die Beibehaltung des Pflichtfaches Ethik, unabhängig von der Religionszugehörigkeit – so wie es der multikulturellen Wirklichkeit des Landes Berlin entspricht. Seit Einführung des Faches unterrichten am KANT fast ausschließlich Lehrerinnen und Lehrer, die eine Ausbildung für das Fach absolviert und abgeschlossen haben.

Mit dem Fach Philosophie ist seit 2017 ein weiterer Grundkurs für die Jahrgansstufen 11 und 12 wählbar und kann als Fortsetzunng des Ethikunterrichts verstanden werden. Für die Klassenstufe 10 besteht die Möglichkeit, Philosophie im Rahmen eines Wahlpflichtkurses zu belegen. Dieses Angebot ist für Berliner Schulen nicht selbstverständlich und wird von unserer Schülerschaft gern angenommen.

    Prüfet alles! – Das Gute behaltet.

    Das Fach Ethik bietet uns die außerordentliche Chance, auf die thematischen Wünsche und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Wir arbeiten dabei in sechs übergeordneten Themenbereichen:

    • Wer bin ich? – Identität und Rolle
    • Wie frei bin ich? – Freiheit und Verantwortung
    • Was ist gerecht? – Recht und Gerechtigkeit
    • Was ist der Mensch? – Mensch und Gemeinschaft
    • Was soll ich tun? – Handeln und Moral
    • Worauf kann ich vertrauen? – Wissen und Glauben

    Zum Lehrplan Ethik: https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/unterricht/rahmenlehrplaene/Rahmenlehrplanprojekt/amtliche_Fassung/Teil_C_Ethik_2015_11_10_WEB.pdf

    Eine transparente Bewertung ist uns sehr wichtig. Die folgende Matrix zeigt die Bewertungskriterien der mündlichen Noten und deren verschiedene Ausprägungen. Sie ist von und für uns ausgearbeitet worden und damit auf die speziellen Anforderungen unseres Faches abgestimmt.

    Pro Halbjahr wird eine LEK geschrieben. Sie geht zu 20% in die Zeugnisnote ein. Die restlichen 80% ergeben sich aus den sonstigen und mündlichen Leistungen.

      Um es mit den Worten unseres Namensgebers Immanuel Kant zu sagen:

      Sapere Aude! – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

      Ziel des Philosophie-Unterrichts ist es, kritisches Denken zu lernen. Wir erreichen dieses Ziel, indem anhand von Problemen philosophische und gesellschaftliche Ideen untersucht und eingeordnet werden. Anschließend können sich unsere Kursteilnehmenden ein begründetes und reflektiertes Urteil bilden und dieses durch möglichst starke Argumente gestützt darlegen.

      Jedes Semester der Jahrgangsstufen 11 und 12 steht dabei unter einer anderen philosophischen Leitfrage, orientiert an den vier grundlegenden philosophischen Fragen Kants:

      • Was ist der Mensch?
      • Was soll ich tun?
      • Was kann ich wissen?
      • Was darf ich hoffen?

      Einen Überblick über die Themen, die unter diesen Leitfragen besprochen werden können, gibt das folgende Video.

       

      Zum Lehrplan Philosophie: file:///Users/marikarichter/Downloads/mdb-sen-bildung-unterricht-lehrplaene-sek2_philosophie.pdf

      Philosophieren heißt dabei aber nicht nur: Nachvollziehen antiker, schwer zu verstehender philosophischer Texte. Natürlich gehören philosophische Positionen zum Lehrstoff – doch nicht um ihrer selbst willen, sondern weil sie uns helfen können, ganz konkrete und auch alltägliche Probleme einzuordnen und für uns zu lösen. Das bietet die Gelegenheit, aktuelle Probleme aufzugreifen, auf die Wünsche der am Kurs Teilnehmenden einzugehen und methodisch vielfältig zu arbeiten. Projekte in Gruppen, Vorträge mit anschließender Leitung einer Diskussion und das Verfassen eigener Texte gehören ebenso zum Unterricht wie das Analysieren von Filmen und das Abhalten großer Diskussionsrunden.

      Bewertet werden keine Meinungen, sondern das Anwenden von Methoden und Fachwissen. Die folgende Matrix zeigt die Bewertungskriterien der mündlichen Noten und deren verschiedene Ausprägungen. Sie soll unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich selbst einschätzen und so mündliche Noten nachvollziehen zu können.

      Pro Semester wird eine Klausur geschrieben. Sie macht ein Drittel der Semesternote aus. Die restlichen zwei Drittel setzen sich aus den sonstigen und mündlichen Leistungen zusammen.

       

       

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